Was ist dran am Süßen Blut

Wer hat nicht schon einmal den oder einen ähnlichen Ausspruch gehört "Ich habe wohl süßes Blut und werde daher so häufig gestochen"? Auch sehr beliebt ist der Satz "Ich bin der beste Mückenschutz für meinen Partner".

Aber was ist dran? Gibt es wirklich süßes Blut oder werden manche Menschen häufiger gestochen als andere?

Gleich zu Anfang: Nein, es gibt kein süßes Blut. Aber in der Tat ist es so, dass manche Personen ein häufigeres Opfer der lästigen Plagegeister namens Stechmücke werden als andere. Dies hat aber nichts mit der Zusammensetzung des Blutes zu tun oder dass dieses gar süßer schmeckt als das von anderen.

Der Grund liegt vielmehr in der Zusammensetzung und dem Zersetzungsprozess des Schweißes auf der Haut. Der Geruch von Ammoniak, Milch- und Harnsäure lockt die Mücken an. Auch spielt der Kohlendioxid-Gehalt (CO2) in der Luft, die man ausatmet, eine sehr große Rolle - wenn nicht sogar die wichtigste. Je größer dieser ist, umso stärker werden die Tiere aus der Ferne angelockt. Daher finden einen die Mücken auch im Dunkeln.

Ist die Mücke erst einmal in der Nähe des Opfers, spielen zusätzlich Körperwärme und optische Signale eine Rolle, um sich zu orientieren und die Blutquelle anzuzielen.


Übrigens stechen nur die weiblichen Mücken, da diese das Eiweiß im Blut für die Bildung ihrer Eier benötigen. Ansonsten ernähren sie sich wie ihre männlichen Artgenossen von Blütensäften und Pollen.

Ist man im Schlafzimmer auf Mückenjagd, ist es leider nur sehr schwer, die männlichen von den weiblichen Stechmücken zu unterscheiden. Da die Männchen kein Blut saugen, ist ihr Stech- bzw. Saugrüssel etwas kürzer. Auch sind ihre Fühler ein wenig buschiger und das Gesurre, das einen häufig um den nächtlichen Schlaf bringt, ist höher als das der Weibchen.

Aber wer sollte auch auf die Idee kommen, erst einmal eine Begutachtung vorzunehmen, ob es sich um ein weibliches oder männliches Tier handelt, wenn man einen dieser kleinen Blutsauger ausgemacht hat und die Möglichkeit sieht, zuzuschlagen?